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21 May 2019. Autor: Charlie

Glaukom / grüner Star

Die Glaukom-Augenkrankheit – im Volksmund „Grauer Star“ genannt- ist eine Kombination mehrerer Augenkrankheiten, die den Sehnerv betreffen. In der Regel wird der Sehnerv allmählich zerstört und sehr oft führt diese Augenkrankheit zur Erblindung.

Es gibt Möglichkeiten, dass Medikamente oder Operationen verhindern, dass der Sehnerv weiter geschädigt oder dass Blindheit verursacht wird. In den meisten Fällen beginnt die Glaukomkrankheit mit einem Alter von 40 Jahren oder mehr und wird in der Regel lange Zeit nicht diagnostiziert. Eine frühzeitige Diagnose ist in diesem Fall jedoch wichtig, da sie die fortschreitende Zerstörung des Sehnervs verlangsamen bzw. verhindern kann. Der grüne Star ist nicht heilbar, nur stoppbar. Verursachte Schäden können nicht korrigiert bzw. rückgängig gemacht werden.

Was verursacht das Glaukom?

Menschen mit einem höheren Augeninnendruck oder mit einer unzureichenden Durchblutung des Sehnervs, der Netzhaut oder der Nervenzellen der Netzhaut sind in der Regel von einem Glaukom betroffen. Außerdem erhöht eine Familienanamnese mit Glaukom die Wahrscheinlichkeit, an einem Glaukom zu erkranken. Weitere Risikofaktoren sind eine hohe Kurzsichtigkeit / Myopie oder starke Schwankungen des Blutdrucks.

Was sind die Symptome von Glaukom?

Ein typisches Symptom für ein Glaukom ist das Gefühl eines erhöhten Augendrucks. Der Kammerwasser sorgt dafür, dass der Augeninnendruck konstant bleibt. Wenn der Abfluss des Kammerwassers behindert wird, steigt der Augeninnendruck an und dies kann langfristig zur Entstehung eines Glaukoms führen. Die Herausforderung besteht darin, dass der Anstieg des Augendrucks normalerweise nicht wahrnehmbar ist, da er z.B. nicht schmerzhaft und dass in der Regel zeitversetzt beide Augen betroffen sind. Dies führt normalerweise dazu, dass das Glaukom erst dann bemerkt oder diagnostiziert wird, wenn ein Teil des Sehvermögens bereits verlorengegangen ist.

Am Anfang fällt auf, dass sich das Sichtfeld in den Randbereichen verschlechtert. Dies bedeutet, dass ich ein Objekt mit direktem Blick noch gut sehen kann, aber Objekte, die benachbart sind, nicht mehr. Dies macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn die Betroffenen mit dem Auto fahren oder Treppen steigen. Etwas später ist die Bildmitte betroffen. In sehr fortgeschrittenen Fällen kommt es zum sogenannten Tunnelblick sowie zu blinden oder schwarzen Flecken. Da sich die Sichtfelder beider Augen überlappen, können Ausfälle, wie erste tote Winkel, vom anderen Auge noch ausgeglichen werden, da auch das Gehirn nicht mehr vollständig wahrnehmbare Eindrücke teilweise ergänzen kann. Die Gefahr besteht insbesondere in Verkehrssituationen, wenn beide Augen blinde Flecken im selben Bereich haben.

Sehr selten macht sich die Glaukomkrankheit sofort bemerkbar. In diesem Fall steigt der Augendruck akut an, was mit einer Rötung des Auges, starken Augenschmerzen und Kopfschmerzen, Übelkeit sowie einem offensichtlichen Sehverlust einhergeht. In solchen Fällen musst Du sofort einen Augenarzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, da bei plötzlich auftretenden Symptomen akute Erblindungsgefahr besteht.

Die Diagnose und Behandlung von Glaukom

Die Diagnose eines Glaukoms ist nur durch Kombination des Sehtests mit den Messergebnissen des Augeninnendrucks und des Sehnervenzustands möglich. Mit der Ophthalmoskopie werden die Netzhaut und der Bereich, in dem der Sehnerv das Auge verlässt, untersucht. Wenn es dort eine Hohlraumbildung gibt, kann dies auf ein Glaukom hinweisen. Der Augenarzt misst die Ausdehnung und Tiefe des Hohlraums und kann anhand der Messergebnisse abschätzen, wie viele Nervenfasern bereits geschädigt sind. Anschließend folgen weitere Untersuchungen, die sich auf das Gesichtsfeld beziehen. Die Familienanamnese wird überprüft, da dies ein erhöhtes Risiko für ein Glaukom bedeuten könnte.

Wenn das Glaukom diagnostiziert wurde, besteht das einzige Ziel der Behandlung darin, das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Um dies zu realisieren, muss der Augeninnendruck gesenkt werden. Parallel dazu muss die Durchblutung der Sehnerven und der Netzhaut verbessert werden. Dies kann durch eine lebenslange Augentropfentherapie erreicht werden. Die Therapie kann zwei verschiedene Ziele verfolgen: Erstens: Verringerung der Neubildung von Kammerwasser oder zweitens: Verbreiterung des Abflusskanals, damit das Kammerwasser besser abfließen kann. Alternativ kann eine Operation durchgeführt werden, die im Grunde die gleichen zwei Zwecke wie zuvor erwähnt hat, jedoch die bevorzugte Methode ist, wenn die medizinische Behandlung nicht gut funktioniert oder vom Patienten nicht gut angenommen werden.

Es ist jedoch wichtig, mindestens alle zwei Jahre einen Augenarzt aufzusuchen, einschließlich einer entsprechenden Untersuchung, wenn Du 40 Jahre oder älter bist. Dies ist sehr wichtig, da die Diagnose so früh wie möglich gestellt werden muss.